1. Der Arbeitsgesellschaft geht die Arbeit aus: Der Wahrheit ins Gesicht sehen


Alle bisherigen Versuche, die seit fast zwei Generationen in unserem Lande herrschende Massenarbeitslosigkeit zu lindern oder gar zu beseitigen, sind mehr oder weniger deutlich gescheitert. Die Zeit ist gekommen, das gravierendste soziale Problem aller fortgeschrittenen Industriegesellschaften noch einmal ganz von vorne zu durchdenken und dabei zu lernen, es zu begreifen jenseits der herrschenden Ideologie vom wirtschaftlichen Wachstum als Königsweg zu mehr Beschäftigung.

Die herrschenden Eliten in Politik, Ökonomie und Ökonomik haben in fast 30 Jahren eine nahezu pathologische Fähigkeit entwickelt, statistische Realitäten über die Entwicklung des gesamtvolkswirtschaftlichen Arbeitsvolumens und seine Beziehung zum wirtschaftlichen Wachstum und zur technologischen Rationalisierung zu ignorieren und aus allen Erwägungen zur Verringerung der Arbeitslosigkeit systematisch auszuklammern. *

    * Ein besonders abstruses Beispiel für den Umgang mit der Entwicklung des Erwerbsar-beitsvolumens liefert das Mehrheitsvotum des Berichts der Enquete-Kommission "Zukunft der Erwerbsarbeit" des Landtags Nordrhein-Westfalen 2000. Vgl. dazu den Beitrag von W. Belitz "Wir brauchen keine Sozialethik - Wir schaffen Arbeitsplätze" in dieser Veröffentlichung.

In der herrschenden Diskussion um Wege aus der Arbeitslosigkeit und die Zukunft der Arbeit spielt das hier abgedruckte Schaubild 1 so gut wie keine Rolle. Es wird ignoriert und nicht diskutiert. Daher kommt ihm geradezu eine Schlüsselfunktion zu in der Arbeitsdiskussion der Gegenwart. Glaubwürdige und realitätsorientierte Beiträge zur Arbeitspolitik und Zukunft der Arbeitsgesellschaft können nur derjenige und diejenige einbringen, die eine überzeugende Stellungnahme zu Schaubild 1 abgeben können. Aus unserer Sicht sind dazu neben vielen anderen Erwägungen folgende Hinweise, Deutungen und Erläuterungen nötig:
  • Das Schaubild 1 zeigt die Entwicklung des Arbeitsvolumen in Millionen Arbeitsstunden in Westdeutschland von 1966 bis 1999. Von 1991 an gibt es auch eine Verlaufskurve des Arbeitsvolumens im vereinigten Deutschland. Das Arbeitsvolumen wird gemessen in Arbeitsstunden. Häufig wird die Entwicklung der Arbeit dargestellt in einer Verlaufskurve der registrierten Arbeitsplätze. Das ist bezüglich des Arbeitsvolumens nicht sonderlich treffend und aussagekräftig, weil nicht bekannt ist, mit wie vielen Arbeitstunden der gezählte Arbeitsplatz ausgestattet ist (80-60-40-35-25-17 oder 10). Steigende Beschäftigtenzahlen bedeuten demnach noch längst nicht ein wachsendes Arbeitsvolumen. Genaue Angaben über die Menge der Arbeit in der Arbeitsgesellschaft liefert nur die Arbeitsstundenstatistik.

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  • Die Statistik zählt nur die Erwerbsarbeitsstunden der Selbständigen, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Alle anderen Formen der Arbeit sind in diesen Angaben nicht erfasst. Insbesondere die Haus- und Familienarbeit, die fast ausschließlich vor Frauen getan wird, bleibt hier außen vor. Es ist aber nun gerade diese Form der Arbeit, die die Erwerbsarbeit erst möglich macht. Nicht statistisch erfasst sind auch die Eigenarbeit (Do-it-yourself in Wohnung, Haus, Garten und am Auto, Hobbv- und Bastelarbeit) sowie die ehrenamtliche Arbeit, die heute als Bürgerinnen- und Bürgerarbeit exakter bezeichnet wird.

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  • Das Erwerbsarbeitsvolumen entwickelt sich nicht linear in die eine oder die andere Richtung, vielmehr verläuft es in einer Kurve mit vielen Ups and Downs. Dennoch kann niemand übersehen und die Augen vor der Tatsache verschließen, dass das Erwerbsarbeitvolumen in unserer modernen Industriegesellschaft mittel- und langfristig abnimmt. Mal geht das Volumen spektakulär zurück, mal eher unmerklich, mal nimmt es geringfügig zu, mal legt es eher deutlich zu. Das Fazit bleibt im Laufe der Jahrzehnte immer konstant: die Arbeit nimmt ab. 1966 betrug des Erwerbsarbeitsvolumen 54 Mrd. Stunden, 1976 47 Mrd. Stunden. Das ist in einem Jahrzehnt ein Rückgang von 13%. Bis 1986 sank es weiter auf 45 Mrd. Stunden, also ein weiterer Rückgang um 4%. Insgesamt ist das Arbeitsvolumen in Westdeutschland von 1966 bis 1996 um 20% zurückgegangen.Seit 1991 gibt es Zahlen über die gesamtdeutsche Entwicklung, die das Gesetz der Serie getreulich weitererfüllt:

      1991 59,0 Mrd. Arbeitsstunden
      1992 59,4 Mrd. Arbeitsstunden
      1993 58,0 Mrd. Arbeitsstunden
      1994 57,5 Mrd. Arbeitsstunden
      1995 56,7 Mrd. Arbeitsstunden
      1996 55,8 Mrd. Arbeitsstunden
      1997 55,4 Mrd. Arbeitsstunden
      1998 55,9 Mrd. Arbeitsstunden
      1999 56,2 Mrd. Arbeitsstunden

    Diese Entwicklung des letzen Jahrzehnts, das gleichzeitig das erste gesamtdeutsche Jahrzehnt ist, entspricht einer Arbeitsvolumenreduktion von knapp 5%. Schaut man sich die für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ermittelten Zahlen an, also die Erwerbstätigen ohne die Selbstständigen, sieht man einen Rückgang des Arbeitsvolumens von 1991 bis 1999 von 51,1 Mrd. Arbeitsstunden auf 47,4 Mrd. Arbeitsstunden. Diese Entwicklung entspricht einem Rückgang von mehr als 7% in acht Jahren.

    Im Statistischen Taschenbuch des Bundesarbeitsministeriums (Ausgabe 2000) sind die Zahlen zur Entwicklung des Arbeitsvolumens noch einmal getrennt aufgeführt für das "Frühere Bundesgebiet" und die "Neuen Länder". Danach erreicht das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen der alten Bundesrepublik im Jahre 1998 mit 43,6 Mrd. Std. einen neuen historischen Tiefstand nach dem es seit 1993 fünf Jahre in Folge von 45,9 Mrd. Std. um insgesamt 2,3 Mrd. Std. oder 5,27% gesunken ist.
     
  • Der uneinheitliche Verlauf der Kurve des abnehmenden Arbeitsvolumens in Deutschland mit ihrem unaufhörlichen Auf und Ab spiegelt ziemlich genau den Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung wider und zwar sowohl aktuell konjunkturell als auch prinzipiell technologisch.
    In Schaubild 2 markieren die senkrechten Balken die Rezessionsphasen in Westdeutschland in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Während der Rezessionsphase schrumpft das Arbeitsvolumen jeweils besonders stark. Anschließend kommt es jeweils zu einer deutlichen Erholung, wobei jedoch kaum einmal der Umfang vor der Rezession wieder erreicht wird.
    Besonders eindrücklich ist der Verlauf während der 80er und 90er Jahre. Während und nach der Rezession zu Zeiten der zweiten Ölkrise schrumpft das Arbeitsvolumen unaufhörlich bis es im Jahre 1985 einen neuen historischen Tiefstand erreicht. Während der konjunkturellen Erholung ab Mitte der 80er Jahre wächst das Arbeitsvolumen unaufhörlich über den langen Zeitraum von sieben Jahren an einschließlich der beiden Jahre des Vereinigungsbonus´, erreicht 1992 wieder das Ausmaß von 1979, um dann in der erneuten Rezession innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren abermals auf einen neuen historischen Tiefstand abzusinken.

    Es gibt nicht den geringsten Anhaltspunkt für die Annahme, dass sich in Zukunft an der Entwicklung der letzten 50 Jahre etwas ändern wird. Trotz aller Anstrengungen um Aufschwünge, Wachstumsschübe oder -impulse, die neuerdings vor allem durch Senkung der Arbeitskosten und noch stärkere Steigerungen der Gewinne angestrebt und erreicht werden, wird das Arbeitsvolumen im Auf und Ab der Konjunkturen weiterhin unaufhörlich schrumpfen.
Die gebetsmühlenartig vorgetragene Grundweisheit des ökonomistischen Liberalismus, die zur Grundausstattung der Argumentation nahezu aller politischen, wissenschaftlichen und ökonomischen Eliten des Mainstreams gehört, besagt, dass wirtschaftliches Wachstum das Arbeitsvolumen vergrößere und damit sogar neue Arbeitsplätze schaffe. Diese These wird durch ständiges Wiederholen nicht wahrer und nicht realistischer. Sie bedeutet allenfalls die halbe Wahrheit und mit halben Wahrheiten ist nicht viel Staat zu machen. Dennoch verbeißen sich Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und alle, die etwas zu sagen haben im Lande, in diese Halbwahrheit ohne Alternative. So ist nun das Ringen um die Halbwahrheit ein trauriger, aber notweniger Kampf im Schatten des Ringens um die Wahrheit.

Vergleicht man nun die Entwicklung des Arbeitsvolumens über den angegebenen Zeitraum hinweg mit dem wirtschaftlichen Wachstum, der Entwicklung des Bruttosozialprodukts, erweist sich, was jeder schon weiß. In den 40 Jahren von 1960 bis heute wächst die Wirtschaft in 36 Jahren und schrumpft lediglich geringfügig in den vier Spitzenjahren der jeweiligen Rezessionsphasen
    1967 -0,3%
    1975 -1,1%
    1982 -1,1%
    1993 -1,3%

Das Resultat ist imponierend. Im Zeitraum von 1966 bis 1991 verdoppelt sich das Bruttosozialprodukt von 1.300 Mrd. DM real auf 2.600 Mrd. DM. In demselben Zeitraum, so wurde oben gezeigt, verringert sich das Arbeitsvolumen, das zur Erstellung des BSP aufgewandt worden ist, um ein Fünftel. Wirtschaftswachstum + 100% - Arbeitsvolumen -20%. Immer mehr gesellschaftlicher Reichtum an Gütern und Dienstleistungen wird produziert mit immer weniger menschlicher Arbeitskraft. Mit diesen Worten lässt sich die beschriebene Entwicklung gattungsgeschichtlich dramatisch formulieren, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen werden soll, wie problematisch ja lebensbedrohlich manche Entwicklungen sind die das Wachstum des BSP impliziert. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen es lernen mit diesen Fakten und Entwicklungen zum Wohle des ganzen Volkes umzugehen. Hier besteht der Reformstau, der diesen Namen verdient.

Die Apologeten des Wirtschaftswachstums werden nicht nur im Namen des natürlichen Lebens, sondern auch im Namen des sozialen Lebens gebeten, einen Moment innezuhalten in ihren schwärmerischen Vorstellungen. Die harten Propheten des ökonomistischen Liberalismus sollten sich nicht mit Halbwahrheiten begnügen, denn Prophetie ist seit alters eine ernste Angelegenheit, die der Wahrheit bedingungslos verpflichtet ist. Sie sollten ihr bizarres Credo einer ernsthaften Prüfung unterziehen im Lichte der Zahlen und Fakten. Das Credo des ökonomistische Liberalismus bekennt:

Eine Senkung der Arbeitskosten führt zu höheren Gewinnen.
Höhere Gewinne führen zu mehr Investitionen.
Mehr Investitionen führen zu mehr Produktion.
Mehr Produktion führt zu mehr Beschäftigung.


Mehrere Sätze dieses Credos sind falsch. Insbesondere der Zusammenhang von Wachstum und Beschäftigung ist nicht so einlinig wie die Prophetie es möchte und lässt sich wie gezeigt statistisch widerlegen. Wem an der ganzen Wahrheit gelegen ist, der muss auch die Wirkung der permanenten Rationalisierung des Wirtschaftsprozesses mit in Betracht ziehen. Produktionssteigerung (W) und Produktivitätssteigerungen (P) wirken gemeinsam und gleichzeitig auf die Entwicklung des Arbeitsvolumens ein. Wenn ein süddeutscher Ministerpräsident verkündet, ein Prozent Wirtschaftswachstum schafft 131.000 Arbeitsplätze, handelt es sich um die geballte Halbwahrheit, wenn nicht zugleich die Produktivitätssteigerung ins Kalkül gezogen wird:
  • Ist das wirtschaftliche Wachstum gleich der Produktivitätssteigerung
    (W = P), dann bleibt das Arbeitsvolumen trotz wirtschaftlichem Wachstum unverändert.
  • Ist das wirtschaftliche Wachstum höher als die Produktivitätssteigerung
    (W > P) dann wächst das Arbeitsvolumen.
  • Ist das wirtschaftliche Wachstum niedriger als die Produktivitätssteigerung (W < P) dann schrumpft das Arbeitsvolumen trotz wirtschaftlichem Wachstum. Man nennt diese Erscheinung seit über 20 Jahren beschäftigungsloses Wachstum (jobless growth) ohne sie ernst zu nehmen als Folge der technologischen Entwicklung.
Im Blick auf die Vergangenheit hatte der süddeutsche Ministerpräsident schon immer unrecht, weil trotz eines halben Jahrhunderts des wirtschaftlichen Wachstums das Arbeitsvolumen geschrumpft ist wegen der gleichzeitig ablaufenden Rationalisierungsprozesse.
Im Blick auf die Zukunft ist hier keine Änderung zu erwarten. Im Gegenteil, alles deutet darauf hin, dass die ungeheuren Rationalisierungspotentiale, die in den digitalen Techniken stecken, die Schrumpfungsprozesse des Arbeitsvolumens beschleunigen und vertiefen werden.

Der gesellschaftliche Reichtum steigt, das Arbeitsvolumen sinkt. Damit wird der Gedanke der Vollbeschäftigung, wie wir sie kennen, obsolet. Die Wege, die zu diesem Ziel führen sollen, erweisen sich als Holzwege. Es bedarf andere Überlegungen und gesamtgesellschaftlicher Reformen, um dieser Entwicklung zum Wohle der Bevölkerung Rechnung zu tragen.

Die Produktivität der Arbeitsstunde "liegt gegenwärtig so hoch, dass (…) die Hoffnung, man werde durch Wirtschaftswachstum die Nachfrage nach Arbeit erhöhen können, illusorisch erscheint. Wachstum kann allenfalls das Tempo des weitren Sinkens der Nachfrage nach Arbeit verlangsamen (…) Diese ist freilich nur solange ein Unglück, als man sie für ein Unglück hält. Was wir tatsächlich erreicht haben, ist das, was wir gewollt haben, als wir die moderne Technik erfanden, nämlich Arbeit sparen." *

    * Carl F. von Weizsäcker zitiert nach Bernd Guggenberger, Arbeit und Lebenssinn, In: Arbeit im Umbruch, Sozialethische Maßstäbe für die Arbeitswelt von morgen, Stuttgart Berlin Köln 1999, S. 130
Was wir tatsächlich gewollt haben, als wir die moderne Technik erfanden, ist nicht so ganz klar. Moderne Technik wird ja nicht demokratisch entwickelt und implementiert, sondern von der herrschenden Ökonomie usurpiert und im Interesse der Kapitalverwertung eingesetzt und nicht etwa zum Wohle der Allgemeinheit. Wenn dies in der Folge Arbeitslosigkeit bedeutet für die kleinen Leute, dann ist das eben so, und wenn man dann den kleinen Leuten unwidersprochen erklären kann, man könne durch Gewinnsteigerungen, die zu Produktionssteigerungen führen, der Misere entkommen, dann ist das umso besser.

Soll das Wirtschaftsleben auf immer so funktionieren bzw. nicht funktionieren oder gibt es Hoffnung auf Reformen zum Wohle der Bevölkerung?

Obwohl im Zeitalter der Postmoderne, die Grundwerte der Moderne Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit für jeden einzelnen, lauthals oder stillschweigend als erledigt und abgehalftert gelten, die Geschichte der modernen Grundwerte als zu Ende erzählt gilt und nichts mehr geht, findet sich die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit nach wie vor in der Programmatik jeder Partei des Parlaments, das Reformen für die Bevölkerung beschließen kann. Die beschlossene Steuerreform oder die vorgesehene Rentenreform sind keine Reformen, die das Wort verdienen im Blick auf die fundamentalen Veränderungen, die nötig sind, den steigenden Reichtum bei schwindender Arbeit unter dem Maßstab der sozialen Gerechtigkeit zu gestalten.

Antony Giddens wird mancherorts apostrophiert und zitiert als der Vordenker von New Labour und eines sogenannten neuen "Dritten Weges", den hierzulande auch Sozialdemokraten in einer "Neuen Mitte" gehen wollen. Es ist derzeit nun aber wenig davon zu spüren, dass die Kernthese von Giddens Drittem Weg überhaupt wahrgenommen geschweige denn operationalisiert wird. Solange diese Kernthese aber nicht nachweisbar aufgenommen und praktiziert wird, erscheint der hiesige Dritte Weg der Neuen Mitte als sozialdemokratische Variante des ökonomistischen Liberalismus. Giddens Kernthese lautet: "Man muss neue Wege beschreiten, um soziale Gerechtigkeit zu erreichen." Der Aufforderung, neue Wege beschreiten, um soziale Gerechtigkeit zu erreichen, möchte dieser Beitrag in Ansätzen und Bescheidenheit nachkommen, und dazu gehört als erstes die Erkenntnis, dass es kaum je etwas neues unter der Sonne gibt. Darum folgt im nächsten Abschnitt eine "utopische Erinnerung" an eine gesellschaftliche Diskussion in diesem Lande, in der bereits vor einer Generation der Versuch unternommen wurde, die wirklichen Reformaufgaben einer modernen Industriegesellschaft zu eruieren und in Ansätzen zu formulieren.